Schutz vor Kreditkartenmissbrauch im Urlaub und im Internet – darauf ist zu achten!

11. August 2016, 20:00 Uhr

Kreditkartengebrauch im Urlaub.

Gerade im Urlaub sind wir erhöhten Risiken ausgesetzt. Schreiben Sie keine Geheimzahlen auf und behalten Sie Ihre Karten stets im Auge. Besonders beim Bezahlen in Restaurants ist Vorsicht geboten: gehen mit dem Servicepersonal mit zum Terminal und geben Sie die Karte nicht aus der Hand, bzw. behalten Sie diese im Blickfeld. Bei der Eingabe der Geheimzahl überprüfen Sie mit einem Blick, ob Sie beobachtet werden und schaffen Sie mit Ihrer Hand einen Sichtschutz auf dem Zahleneingabefeld. Beim Cashbezug an Bancomaten gilt ebenfalls erhöhte Aufmerksamkeit. Sprechen Sie mit niemandem, auch nicht mit der Person, welche den Automaten vor Ihnen benützt. In solchen Fällen, auch im Falle vermeintlich technischer Schwierigkeiten, melden Sie sich umgehend auf der Notfallnummer Ihres Kreditkartenherausgebers.

Um sicherzustellen, dass Ihre Karte im Ausland auch funktioniert und möglichen Missbrauchsfällen vorzubeugen, können Sie bei diversen Kreditkartenanbietern ihre Reisezeit und Reiseziele hinterlegen. Mögliche Verdachtsfälle können leichter und somit schneller erkannt werden.

Als Alternative zu Ihrer regulären Kreditkarte können Sie im Urlaub eine Prepaid-Kreditkarte oder eine Traveler Cashkarte einsetzen und so das Risiko im Betrugsfall minimieren. Kontrollieren Sie die Abrechnung genauestens, besonders auch kleinere Beträge und melden Sie Unstimmigkeiten sofort bei Kenntnis und innerhalb der vertraglich vereinbarten Frist, welche Sie den AGB entnehmen können. 

 

Alternativen beim Onlineeinkauf

Auch beim Onlineeinkauf kann eine Prepaid-Kreditkarte von Nutzen sein bzw. eine separate Karte, welche Sie für den Online-Einkauf verwenden. Sind Sie sich nicht sicher, ob Sie beispielsweise auf eine Phishing-Mail hereingefallen sind oder ihre Kreditkartenangaben auf einer Webseite eingegeben haben, der Sie nicht vertrauen, kontaktieren Sie umgehend den Herausgeber der Karte. Kontrollieren Sie die Abrechnung genauestens, besonders auch kleinere Beträge und melden Sie Unstimmigkeiten sofort bei Kenntnis und innerhalb der vertraglich vereinbarten Frist, welche Sie den AGB entnehmen können. Kaufen Sie regelmässig im Internet ein, verwenden Sie eine Kreditkarte mit zusätzlicher Absicherung wie Visa Verified oder Mastercard 3D Secure.

 

Was, wenn in den Ferien etwas schief geht?

Kommt das Gepäck weg, werden Flüge annulliert oder bricht sich ein Familienmitglied das Bein... solche und andere Zwischenfälle in den Ferien sind mehr als unangenehm – die passende Versicherung kann helfen. Doch lohnt es sich, die Kosten abzuwägen und Mehrfachdeckungen zu vermeiden.

 

Beim Buchen eines Fluges, eines Hotelaufenthaltes oder einer Pauschalreise werden Kunden meist routinemässig gefragt, ob sie – gegen einen entsprechenden Aufpreis - eine Annullations-Versicherung abschliessen möchten. Im Falle eines Reiseabbruches der Reise oder falls Kunden die Reise nicht antreten können, trägt die Annullations-Versicherung meist den Schaden. Doch kann die Bezahlung pro Reise nebst hohen Kosten auch weitere Nachteile mit sich bringen und eine Reiseversicherung mit längerer Laufzeit und breiterer Deckung kann von Vorteil sein – zwischen einzelnen Angeboten abzuwägen, lohnt sich also. Gleichzeitig lässt sich eine Mehrfachdeckung vermeiden.

 

Mehrfachdeckung vermeiden

Stellen Sie durch genaue Überprüfung der einzelnen Leistungen verschiedener Versicherungsanbieter und Policenvorschläge sicher, dass sämtliche Risiken gedeckt sind, welche Sie abgedeckt haben möchten und vergleichen Sie die Leistungen mit bereits bestehenden Versicherungen. Fälle wie beispielsweise der Diebstahl von Reisegepäck sind in vielen Hausratsversicherungen bereits inkludiert; der Leistungsvergleich mit bestehenden lohnt sich also. Beim Vergleich der Leistungen ist ebenfalls zentral, dass Sie die Deckungssumme überprüfen und den Reisefall mit einkalkulieren. Auch haben Sie u.U. mit ihrem Kreditkartenvertrag bereits eine Reiseannullationsversicherung inklusive – überprüfen Sie dies ebenfalls und achten Sie bei der Deckung besonders darauf, ob die Versicherung generellen Schutz bietet oder nur, falls die Reise mit der Karte bezahlt wurde. 

 

Unterdeckung vermeiden

Beim Vergleichen der Leistungen mit bereits bestehenden Versicherungspolicen sollten Sie auch jene der Krankenkasse und der Unfallversicherung hervornehmen, denn im Ausland können Zusatzkosten entstehen, welche u.U. reduziert vergütet werden oder bei speziellen Risiken sogar gänzlich ungedeckt bleiben. Dies ist besonders bei Reisen in sog. Risikoländer der Fall. Das Eidgenössische Departement des Äusseren (EDA) informiert auf der Webseite. Eine telefonische Vorabklärung bei der eigenen Krankenkasse und Unfallversicherung kann sich also lohnen, auch was das Vorgehen im Falle eines Unfalls oder von Krankheit anbelangt.

 

Zusätzliche Möglichkeiten

Die Mobile APP itineris des EDA und die damit verbundene Webseite ermöglichen Kunden kostenlos, ihre Aufenthaltsorte im Urlaub zu hinterlegen und im Falle von Risiken informiert und kontaktiert zu werden. So ist auch im grösseren Krisenfall, z.B. bei Naturkatastrophen, etc. rascher und gezielt Hilfe für Schweizer BürgerInnen organisiert. Wer sich regelmässig beruflich oder ferienhalber im Ausland befindet, ist u.U. mit einer Global Assistance gut beraten, welche verschiedene Versicherungsanbieter in ihrem Angebot haben. Hierbei empfiehlt es sich, nicht nur auf die Kostendeckung zu achten, sondern auch auf die Dienstleistungen, Unterstützung und das Netzwerk vor Ort.